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Böden

12/11/2025

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Kalk

Kalk ist ein sogenanntes Sedimentgestein, das durch Ablagerungen in (ehemaligen) Meeren und Seen entstanden. ist. Seine weichste Form ist Kreide, unter viel Druck wird Kalk zum edlen Marmor. Vor allem in kühleren Gegenden werden auf Kalkböden hauptsächlich weisse Rebsorten angebaut, weltweit werden Burgunder-Rebsorten wie Chardonnay und Weissburgunder am häufigsten auf Kalk gepflanzt. Der Kalkstein unterstützt den Aufbau einer prägnanten Säure, die sich weniger im Geschmack und vielmehr in der Struktur des Weines zeigt. Berühmte Beispiele für Weingebiete auf Kalkboden sind das Burgund und die Champagne.

Lehm

Zugegeben, auf den unscheinbaren Lehm-Böden könnte man sich auch gut den Anbau von Kartoffeln vorstellen. Doch sie haben es in sich. Kurioserweise lassen sich in ihnen mehr Mineralien nachweisen als in so manchen Schiefer- oder Granitböden. Oft kommen Lehmböden in Kombination mit anderen Gesteinsarten vor. Sie sind häufig in Flusstälern zu finden, wo sie sich durch Erosion im Laufe der Jahrtausende angesammelt haben. Auf diesem eher krümeligen Boden, der aus einer Mischung aus Ton, Sand und Silt besteht, entstehen oftmals fruchtbetonte Weine mit vollem Körper und ausgewogener Säure.

Schiefer

Bei der Frage, ob ein Wein mineralisch schmecken kann, scheiden sich die Geister. Tatsächlich sind Weine von steinigen Böden wie Schiefer oder auch Granit etwas rauer und geradliniger mit einer Frische und Säure, die der eine oder die andere wohl gern als mineralisch bezeichnen möchte. Schieferböden sind besonders in Deutschland verbreitet, gerade Riesling fühlt sich auf ihnen wohl. Doch auch in wärmeren Anbaugebieten mit überwiegend roten Trauben kann uns der Schiefer begegnen, zum Beispiel im spanischen Priorat. Dort formt der Llicorella-Schiefer die Identität der Region und prägt die Vegetation: Der Boden ist nährstoffarm und kann gerade genug Wasser speichern, um die Reben zu versorgen.

Ton

Tonmasse besteht aus flachen, plättchenförmigen Tonmineralien, die je nach Wasserzufuhr plastisch oder eher fest sein können. Darum ist Ton erdig, weich und leicht formbar. Dieser Bodentyp entsteht durch die Verwitterung von Feldspat im Granitgestein und weist oftmals einen hohen Kaliumgehalt auf. Ton ist übrigens nicht gleich Ton: Bei einem Anteil von 50% spricht man von lehmigem Ton - nicht zu verwechseln mit tonigem Lehm, der lediglich 30% Tonmineralien enthält. Im Vergleich zu anderen Böden haben Tonböden eine hohe Wasserspeicherkapazität, die nicht jeder Rebe guttut. Vollmundige, kräftige Weine mit prägnanter Säure fühlen sich auf Tonböden jedoch ausserordentlich wohl. Zum Beispiel im spanischen Montsant, etwa 160 Kilometer südwestlich von Barcelona.
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